(23.02.2008)
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Webdesignfirma kauft Lappan-Grundstück

Das Grundstück auf dem sich das Oldenburger Wahrzeichen befindet, geht in der Größe von 6.500 m² für 9,90 € samt Grundbucheintrag, an die Westersteder Webdesigner GERUWEB. Doch wie könnte es bei einer Internetagentur anders sein? Selbstverständlich nur in der virtuellen Welt. Die Welt von der hier die Rede ist, nennt sich whatsyourplace.de oder kurz WYP. Im Gegensatz zu vielen anderen virtuellen Plätzen, die oft an eine Interessensgruppe gebunden sind, zielt WYP auf breite Publikumsmassen ab. Grundlage für die Idee des Startup-Unternehmens „Value Maps GmbH“ die jene Community ins Leben rief, sind die Google Maps. Also jene beliebten Luftbildkarten, die Google weltweit zur Verfügung stellt. WYP mietet die Darstellung und Nutzung dieser Karten von Google und verkauft eben jene virtuellen Grundstücke.

Für 9,95 EUR erhält der Benutzer einen Hektar virtuelles Land und hat die Möglichkeit, seine Parzelle individuell über einen so genannten Grundbucheintrag nach außen darzustellen. So vielfältig wie die persönlichen Bezugspunkte zu einem bestimmten Ort sein können, so vielfältig sind mögliche Gründe, diesen Ort virtuell zu erwerben. Es gibt auch ein virtuelles Grundbuchamt, dessen Einträge in Form eines ausdruckbaren Echtheitszertifikates genutzt werden können.
Plätze rund um die Erde, wie Empire-State-Bulding, Wiener Prater, oder Das Deutsche Museum München, sind bereits genutzt. Objekte in Münster, Bielefeld, Hannover, Braunschweig, Soltau, Celle, Bremen, Norderney, Goslar existieren bereits. Es wurden schon über 3000 ha verkauft. Nun ist mit dem Lappan, der erste WYP Platz in Oldenburg gekauft worden.

Die erstandenen Ländereien lassen sich verkaufen, verschenken, mit Bildern versehen, oder kommentieren. Zudem ist es auch möglich, eigene Erinnerungen mit Grundstücken zu verknüpfen, die anderen Mitgliedern gehören.

Dieser Gedanke einer Community, welche sich mit der realen Welt verknüpfen lässt, war es auch, der Gerald Rusche, den Inhaber von „GERUWEB“ dazu bewogen hat, in seiner Lieblingsstadt Oldenburg, einen wichtigen Platz zu erwerben. Neben der „Zeit“, die in einer Aprilausgabe darüber bereits berichtete, sehen auch andere Publikationen, wie beispielsweise iBusiness, enorme Wachstumschancen. Wie genau sich dieses Potential mit Leben füllt, wird sich erst zeigen, wenn wirklich flächendeckend beliebte Orte und Plätze verkauft sind.